Keine Tatsache mehr
Das Magnetfeld der Erde wird durch permanente Magnetisierung ihres eisenreichen Kerns erzeugt.
Was wir heute wissen
Das Hauptmagnetfeld der Erde entsteht durch einen Geodynamo im flüssigen äußeren Kern. Heißes, elektrisch leitfähiges Metall bewegt sich dort und erzeugt elektrische Ströme, die das Magnetfeld fortlaufend erhalten. Der Kern ist viel zu heiß, um sich wie ein gewöhnlicher permanenter Stabmagnet zu verhalten.
Warum sich das änderte
Das Erdmagnetfeld ähnelt dem eines Stabmagneten, weshalb dauerhafte Magnetisierung zunächst nahelag. Später zeigte sich, dass die Kerntemperaturen über jener Grenze liegen, oberhalb der Eisen keine gewöhnliche Dauermagnetisierung behalten kann. Gleichzeitig wies die Seismologie einen flüssigen äußeren Kern nach, und Beobachtungen zeigten, dass sich das Feld verändert und wiederholt umpolt.
- Status
- Widerlegt
- Kategorie
- Geowissenschaften
- Akzeptiert für
- ≈269 Jahre
- Ungefähr akzeptiert
- 17. Jahrhundert bis frühes 20. Jahrhundert
- Ungefähr geändert
- 1910er- bis 1950er-Jahre