Keine Tatsache mehr
Jeder Kristall muss ein periodisch wiederholtes Atommuster besitzen.
Was wir heute wissen
Ein Kristall kann stark geordnet sein, ohne dass sich dasselbe Atommuster immer wiederholt. Quasikristalle besitzen eine solche nichtperiodische Ordnung und erzeugen dennoch die scharfen Beugungsmuster, die für Kristalle typisch sind.
Warum sich das änderte
Die klassische Kristallographie betrachtete periodische Wiederholung als Teil dessen, was einen Kristall ausmacht. 1982 beobachtete Dan Shechtman bei einer Aluminium-Mangan-Legierung ein Elektronenbeugungsmuster mit einer Symmetrie, die ein gewöhnlicher periodischer Kristall nicht erzeugen konnte. Daraus entstand die Anerkennung der Quasikristalle.
- Status
- Abgelöst
- Kategorie
- Materialwissenschaften
- Akzeptiert für
- ≈132 Jahre
- Ungefähr akzeptiert
- 19. Jahrhundert bis 1982
- Ungefähr geändert
- 1982–1992
