Keine Tatsache mehr
Ein optisches Mikroskop kann niemals Details auflösen, die kleiner als die Beugungsgrenze sind.
Was wir heute wissen
Gewöhnliche Lichtmikroskope können zwei nahe Details nicht mehr sauber trennen, wenn sich ihre durch Beugung erzeugten Lichtflecken unterhalb der Beugungsgrenze stark überlagern. Superauflösungsmikroskopie gewinnt dennoch feinere räumliche Information, indem sie steuert, welche Fluoreszenzmoleküle leuchten, wie sie gemessen und wie viele Einzelmessungen zusammengesetzt werden.
Warum sich das änderte
Abbes Beugungsgrenze beschrieb die konventionelle Bildgebung korrekt, wurde aber oft zur stärkeren Behauptung verallgemeinert, kein Lichtmikroskop könne jemals feinere Details erkennen. Verfahren wie STED, PALM und STORM veränderten die Bedingungen der Bildentstehung, indem sie Fluoreszenz gezielt steuerten oder einzelne Moleküle über viele Messungen lokalisierten.
- Status
- Eingeschränkt
- Kategorie
- Metrologie
- Akzeptiert für
- ≈119 Jahre
- Ungefähr akzeptiert
- 1870er- bis 1990er-Jahre
- Ungefähr geändert
- 1990er- bis 2000er-Jahre