Keine Tatsache mehr
Für offene Meeresregionen mit viel Nitrat und Phosphat wurde angenommen, dass genügend Eisen vorhanden sei und Eisenmangel ihre geringe Phytoplanktonproduktivität daher nicht erklären könne.
Was wir heute wissen
Manche Meeresregionen enthalten reichlich wichtige Nährstoffe wie Nitrat und Phosphat und besitzen trotzdem überraschend wenig Phytoplankton. In mehreren dieser Gebiete fehlt vor allem Eisen: Schon winzige Mengen biologisch verfügbaren Eisens können das Wachstum der mikroskopischen Algen begrenzen, die die Basis des Nahrungsnetzes bilden.
Warum sich das änderte
Ältere Messungen schienen im Meerwasser genügend Eisen zu finden, doch Spurenmetall-Proben wurden leicht durch Schiffe, Behälter und Geräte verunreinigt. Sauberere Methoden zeigten in den 1980er-Jahren extrem wenig gelöstes Eisen, und Experimente belegten, dass schon sehr kleine Zugaben starkes Phytoplanktonwachstum auslösen können.
- Status
- Korrigiert
- Kategorie
- Ozeanografie
- Akzeptiert für
- Nicht quantifiziert
- Ungefähr akzeptiert
- Mitte des 20. Jahrhunderts bis in die 1980er-Jahre, während Eisenlimitierung eine wiederkehrende Minderheitenhypothese blieb
- Ungefähr geändert
- 1980er- bis 1990er-Jahre