Keine Tatsache mehr
Intensive Eindrücke, Ängste, Wünsche oder Vorstellungen einer schwangeren Frau können den sich entwickelnden Fötus körperlich zeichnen oder verformen.
Was wir heute wissen
Angeborene Anomalien entstehen durch genetische, chromosomale, entwicklungsbiologische, infektiöse, umweltbedingte, ernährungsbezogene, metabolische oder andere biologische Ursachen. Visuelle Eindrücke oder Vorstellungen der Mutter prägen dem Fötus keine entsprechenden körperlichen Formen oder Male auf.
Warum sich das änderte
Die Teratologie und Embryologie des 18. Jahrhunderts untersuchten angeborene Anomalien zunehmend als Entwicklungsphänomene statt als durch Vorstellungskraft übertragene Eindrücke. Mechanistische Embryologie und später die Genetik verdrängten die Lehre.
- Status
- Widerlegt
- Kategorie
- Medizin
- Akzeptiert für
- Nicht quantifiziert
- Ungefähr akzeptiert
- Vormoderne Medizin, besonders ausgearbeitet im 17. Jahrhundert
- Ungefähr geändert
- 18. Jahrhundert