Keine Tatsache mehr
Betablocker sind bei chronischer Herzinsuffizienz gefährlich und sollten nicht eingesetzt werden.
Was wir heute wissen
Bestimmte Betablocker gehören heute zur Standardtherapie einer stabilen Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion – dabei pumpt das Herz bei jedem Schlag einen kleineren als normalen Anteil des Blutes aus seiner Hauptkammer. Bei vorsichtiger Einführung senken diese Medikamente Krankenhausaufnahmen und verbessern die Überlebenschancen.
Warum sich das änderte
Betablocker verlangsamen den Herzschlag und verringern die Kontraktionskraft, weshalb sie bei einem schwachen Herzen gefährlich erschienen. Langzeitstudien zeigten jedoch, dass chronische Herzinsuffizienz auch das körpereigene Stresssystem mit adrenalinähnlichen Signalen dauerhaft aktiviert und dadurch das Herz weiter schädigen kann. Eine vorsichtige Blockade eines Teils dieser Signale verbesserte die Behandlungsergebnisse.
- Status
- Widerlegt
- Kategorie
- Medizin
- Akzeptiert für
- ≈20 Jahre
- Ungefähr akzeptiert
- 1960er- bis 1980er-Jahre
- Ungefähr geändert
- 1980er- bis 2000er-Jahre