Keine Tatsache mehr

Die Antarktis war schon immer ein gefrorener, baumloser Kontinent.

Was wir heute wissen

Die Antarktis hat deutlich wärmere Klimaphasen erlebt. Zu verschiedenen Zeiten gab es dort Wälder, Dinosaurier und später Beuteltiere, selbst in hohen südlichen Breiten.

Warum sich das änderte

Fossile Blätter, Holz, Pollen, Wurzeln, Böden und Tierreste zeigten Ökosysteme, die unter einem dauerhaft kontinentalen Eisschild nicht hätten existieren können.

Status
Widerlegt
Kategorie
Paläoklima
Akzeptiert für
≈84 Jahre
Ungefähr akzeptiert
Vor der umfassenden geologischen Erforschung der Antarktis
Ungefähr geändert
20. Jahrhundert bis heute

Die heutige Antarktis ist so stark vom Eis geprägt, dass ihre scheinbare Permanenz intuitiv wirkt. Das Innere gehört zu den kältesten Regionen der Erde, und der Eisschild verdeckt fast die gesamte Landschaft.

Die Geologie bewahrt jedoch eine völlig andere Vergangenheit. Fossile Blätter, Holz, Pollen, Wurzeln, Böden und Tierfossilien zeigen, dass die Antarktis in wärmeren Erdzeitaltern Wälder und vielfältige terrestrische Ökosysteme trug.

Dinosaurier lebten dort, und später auch Säugetiere, bevor sich die großflächige Vereisung etablierte.

Dafür musste der Kontinent nicht in jüngerer Vergangenheit aus den Tropen zum Südpol wandern. Die Antarktis liegt seit sehr langer Zeit in hohen südlichen Breiten.

Verändert haben sich Atmosphäre, Treibhausgaskonzentrationen, Ozeanzirkulation, Kontinentalverbindungen und das globale Klimasystem.

Der antarktische Eisschild selbst entstand über geologische Zeiträume. Die Korrektur ist daher vor allem klimatisch: Auch ein Kontinent nahe dem Südpol kann unter ausreichend warmen globalen Bedingungen Wälder tragen.

Evidenz

Quellen und was sie belegen

Historischer Kontext

  • Fossils from the AntarcticBritish Antarctic Survey

    Stellt die heutige gefrorene Antarktis fossilen Belegen für frühere Wälder, Dinosaurier und Säugetiere gegenüber.

Aktuelle Evidenz

Weitere Einträge

Oder ganz woanders: