Keine Tatsache mehr

Steine fallen nicht vom Himmel; Berichte über Meteoritenfälle beruhen auf Irrtum, Betrug oder irdischem Material.

Was wir heute wissen

Meteoriten sind feste außerirdische Objekte, die den Durchgang durch die Atmosphäre überstehen und die Erdoberfläche erreichen. Sie stammen unter anderem von Asteroiden, vom Mond und vom Mars.

Warum sich das änderte

Dokumentierte Fälle, chemische Analysen und besonders der gründlich untersuchte Steinschauer von L'Aigle im Jahr 1803 lieferten zu umfangreiche Belege, um sie weiter abzutun. Wissenschaftler verbanden geborgene Steine anschließend mit beobachteten Feuerkugeln.

Status
Widerlegt
Kategorie
Astronomie
Akzeptiert für
≈78 Jahre
Ungefähr akzeptiert
Während großer Teile des 18. Jahrhunderts
Ungefähr geändert
1790er-Jahre bis 1803

Berichte über Steine, die aus dem Himmel gefallen seien, gab es seit der Antike. In Teilen der europäischen Wissenschaft des 18. Jahrhunderts wirkten sie jedoch zunehmend unplausibel: Wenn der Himmel kein Lagerhaus für Steine war, woher sollten sie kommen?

Viele gemeldete Fälle wurden deshalb als Irrtum, Betrug oder als gewöhnliches irdisches Gestein erklärt, das nur zufällig nach einer Feuerkugel gefunden worden war.

Ende des 18. Jahrhunderts häuften sich besser dokumentierte Fälle. Chemische Analysen zeigten zudem, dass manche dieser Steine ungewöhnliche Zusammensetzungen besaßen.

Der entscheidende Wendepunkt kam 1803 in L’Aigle in Frankreich, wo nach einer beobachteten Feuerkugel Tausende Steine über ein großes Gebiet niedergingen. Eine offizielle Untersuchung sammelte zahlreiche unabhängige Zeugenaussagen und Fundstücke.

Danach ließ sich die Verbindung zwischen atmosphärischen Feuererscheinungen und festen außerirdischen Körpern kaum noch bestreiten.

Heute unterscheiden wir Meteoroid, Meteor und Meteorit als verschiedene Phasen desselben Vorgangs.

Die frühere Skepsis beschreibt eine bestimmte Episode organisierter europäischer Wissenschaft. Andere Kulturen dokumentierten fallende Steine lange zuvor; es handelte sich nie um einen universellen menschlichen Glauben.

Evidenz

Quellen und was sie belegen

Historischer Kontext

Aktuelle Evidenz

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