Keine Tatsache mehr
Hülsenfrüchte reichern Böden an, indem sie atmosphärischen Stickstoff aus eigener Kraft fixieren.
Was wir heute wissen
Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Klee erhalten nutzbaren Stickstoff meist durch eine Partnerschaft mit Bakterien, den Rhizobien. Diese leben in speziellen Wurzelknöllchen und wandeln Stickstoffgas aus der Luft in chemische Formen um, die die Pflanze nutzen kann; die Pflanze liefert dafür Energie und Schutz.
Warum sich das änderte
Landwirte wussten lange, dass Hülsenfrüchte stickstoffarme Böden verbessern können, bevor der Mechanismus bekannt war, weshalb die Fähigkeit zunächst der Pflanze selbst zugeschrieben wurde. Experimente in den 1880er-Jahren zeigten, dass Hülsenfrüchte diesen Vorteil ohne die passenden Mikroorganismen verlieren; anschließend wurden stickstofffixierende Bakterien aus den Wurzelknöllchen isoliert.
- Status
- Korrigiert
- Kategorie
- Botanik
- Akzeptiert für
- ≈75 Jahre
- Ungefähr akzeptiert
- Frühes bis mittleres 19. Jahrhundert
- Ungefähr geändert
- 1880er- bis 1890er-Jahre